2. Bundesliga, Frauen:

„Neckarmädels“ zurück an der Spitze

Kämpferisch stark, in der Schlussphase extrem fokussiert: Die SG Nürtingen-Zizishausen hat am Halloweenabend das Derby beim VfL Waiblingen mit 31:28 (16:16) gewonnen. Weil zudem der bisherige Liga-Erste FSV Mainz 05 bei den Füchsen Berlin unterlag, sind die „Neckarmädels“ auf Tabellenplatz eins zurückgekehrt. Die knapp über 300 Zusehenden in Bittenfeld wurden in der temporeichen Partie durch Gefühlswelten gejagt. Als beispielsweise Maren Keil nach 18 Minuten das 13:8 pro Waiblingen besorgte, schien die SG angeknockt. Doch die „Neckarmädels“ erholten sich rasch. „Wir haben bis zum Schluss an uns geglaubt“, betonte SG-Linksaußen Ronja Bühler in ihrem Spielfazit. Bemerkenswert in der Tat, wie sich die Nürtingerinnen ab Mitte der zweiten Halbzeit immer mehr stabilisierten, gegen Ende dominierten. „Eine gute allgemeine Fitness und Kondition sowie Laufbereitschaft“, nannte SG-Trainer Manel Cirac als maßgeblich für das Fixieren des sechsten Saisonsiegs. Der Coach zeigte sich absolut zufrieden mit der Performance seines Teams. Besondere Geschichten schrieben drei Nürtingerinnen. Sophie Leenen entschärfte nach ihrer Einwechslung Mitte der zweiten Halbzeit gleich mehrere VfL-Topchancen, traf des Weiteren per zielgenauem Wurf aufs leere Tor zum wichtigen 25:25. Lisa Fuchs schoss nicht nur ein Dutzend Treffer, sondern übernahm mit 51 erfolgreichen Abschlüssen erstmals in dieser Saison Platz eins in der Zweitliga-Torjägerinnen-Liste. Ihr Dank galt den Unterstützenden auf der Tribüne: „Wir hatten viele Fans beim Derby dabei und wir haben dies auf dem Spielfeld gut gehört.“ Lenya Treusch avancierte zur Schlüsselspielerin in den letzten fünf Minuten – mit vier Toren in der Crunchtime. Die ehemals Langzeitverletzte strahlte: „Das Spiel war aufregend und ich freue mich natürlich, dass ich so zum Derbysieg beitragen konnte.“ Coach Cirac war mitten in der Freude über den Erfolg in seiner Spielbetrachtung eines ganz besonders wichtig: „Dass Nele Nusser, Vivien Natalello und Carolin Jaron diesmal nicht zum Einsatz kamen, hat nichts damit zu tun, dass manche besser oder schlechter sind. Denn wir sind eine Mannschaft. Wir müssen deshalb rotieren und ich muss als Trainer Entscheidungen treffen.“

SG NTZ: Leenen (1), Sander; Fischer, Jaron (n.e.), Wieder (1), Bühler (1), Nusser (n.e.), Erhardt (1), Seeger (2), Luber (2), Dreizler (4/2), Fuchs (12/4), Distel (2), Treusch (5), Natalello (n.e.). Zeitstrafen: Fuchs, Erhardt (2).
Siebenmeter: 7/6. Fuchs scheitert an Hoke (51.).

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