2. Bundesliga, Frauen:
Die Rollen sind klar verteilt
Sieben Tage nach dem 36:36-Remis im Spitzenspiel bei den Füchsen Berlin hat die SG Nürtingen-Zizishausen am Samstagabend ihre Heimpartie gegen den Rostocker HC mit 38:27 klar gewonnen.
Entsprechend erfreute zeigte sich nach dem Match Manel Cirac. „Das war ein normales Spiel, in dem man unsere Identität gesehen hat“, lobte der SG-Trainer. Nach dem Comeback von Leonie Dreizler einen Spieltag zuvor in Berlin, kehrte auch Lenya Treusch nach ausgeheilter Verletzung auf die Zweitligabühne zurück. Zum Einstand glückte der Kreisläuferin, sie bekam rund 20 Minuten Spielzeit, vor rund 770 Zuschauern in der Sportlastic-Arena gleich ein Treffer. „Das ist ein schönes Gefühl, vor allem in der vollen Halle vor unseren Fans“, betonte Treusch. Leonie Dreizler wirkte nicht weniger erfreut, nun auch wieder in einer Heimpartie mitgemischt zu haben: „Es fühlt sich gut an, wieder auf dem Feld zu stehen und nicht mehr nur von der Seite zuschauen zu müssen.“ Aus Nürtinger Sicht war es eine Begegnung mit mehr Höhen als Tiefen. Nach rasantem Beginn führten die Neckarmädels 9:5, doch wenige Minuten nach einer Rostocker Auszeit lag die SG plötzlich nur noch 10:9 vorne. Der nächste Zwischenspurt brachte zwar die 17:11-Pausenführung, doch der RHC kam auf 19:22 heran. Alsbald setzte sich die SG NTZ wieder ab, mit dem Treffer zum 32:22 durch Maxime Luber war das Match praktisch gelaufen. Die Nürtingerinnen haben nun ein spielfreies Wochenende vor sich. „Wir werden ganz normal trainieren“, kündigte Coach Cirac an. Dass er dabei auf einen kompletten Kader zurückgreifen kann, sorgt für eine komfortable Situation. „Es ist wichtig, alle Spielerinnen zur Verfügung zu haben und dass alle relativ viel gespielt haben. Das gibt uns auch zusätzliche Sicherheit“, betont der Trainer, dessen Team weiterhin Tabellenplatz zwei hinter dem Liga-Ersten FSV Mainz 05 belegt und am 30. Oktober aus geografischen Gründen das nächste besondere Spiel vor sich hat – bei der schwäbischen Konkurrenz im keine 40 Kilometer entfernten Waiblingen. Zusätzliche Würze: Die Tigers sind aktuell auf Platz drei auch tabellarisch gesehen Nachbarinnen der Neckarmädels.
Nürtingen-Zizishausen – Rostock 38:27
SG Nürtingen-Zizishausen: Leenen, Sander (bei zwei Siebenmetern); Fischer (5), Jaron, Wieder, Bühler (3), Nusser (2), Erhardt (3), Seeger (3), Luber (5), Dreizler (2), Fuchs (8/2), Distel (3), Treusch (1), Natalello (3).


