2. Bundesliga, Frauen:
Diese Bastion wurde noch nicht gestürmt
Die „Neckarmädels“ könnten an der Spree eine ganz spezielle Serie beenden
Bus statt Zug: Anders als in früheren Zeiten rücken Nürtingens Handballerinnen in dieser Runde zum Auswärtsmatch in Berlin über Autobahnen an. „Das wurde sehr gut gemacht“, lobt Manel Cirac die organisatorische Vorarbeit fürs Spitzenspiel an der Spree. Am Freitagmorgen startet die Reisegruppe, es folgt eine Übernachtung in der Hauptstadt sowie am Samstagmorgen eine Videosession, gefolgt von einer leichten Übungseinheit in einer Sporthalle. Nach der Partie geht es vermutlich gegen 21.30 Uhr zurück ins Schwabenland. Berlin? Bisher kein gutes Pflaster für die „Neckarmädels“. Noch nie hat ein Team aus der Hölderlinstadt dort gewonnen. So gilt weiterhin das Credo für die SG Nürtingen-Zizishausen, diese Bastion zu stürmen. Dafür bedarf es wohl einer starken Leistung, denn die Füchse seien ein „Topteam“, wie Cirac betont. Der SG-Chefcoach und sein Team können sich auf eine volle Halle gefasst machen. Die Füchse veranstalten wieder einen „Ein-Euro-Spieltag“ für Fans, die in grüner Vereinsfarbe erscheinen. „Es ist doch besser, vor voller Kulisse zu spielen, als vor leeren Rängen – und Werbung für unseren Sport“, bewertet Manel Cirac die Aktion positiv. Zusätzlichen Druck für seine Spielerinnen sieht der 38-Jährige dadurch keinen. Die SG Nürtingen-Zizishausen wird mit dem gesamten Kader vor Ort sein, auch die in dieser Spielzeit verletzungsbedingt noch nicht zum Einsatz gekommenen Leonie Dreizler und Lenya Treusch werden wohl auf dem Spielberichtsbogen stehen. Die Ex-Nürtingerin Britt van der Baan hat übrigens für die „Füchse“ wegen Meniskusproblemen bisher noch kein Spiel bestritten. Eine weitere frühere Nürtingerin, Saskia Wagner, spielt hingegen nicht mehr in Berlin. Der Vertrag wurde aufgelöst.


