2. Bundesliga, Frauen:
Das nächste Kapitel für den Vizemeister
Die SG Nürtingen-Zizishausen startet nach dem erfolgreichen Pokalauftritt in Mainz nun auch im Punktspielbetrieb mit ihrem neuen Namen durch. In den Stunden vor der Partie am Samstagabend in Baunatal gegen die SG Kirchhof regieren am Neckar Vorfreude und Optimismus.
Der 38:34-Erfolg beim FSV Mainz 05 war ein grundsolider Einstieg in die Saison, sieben Tage nach dem Einzug ins Pokal-Achtelfinale geht es für die „Neckarmädels“ diesmal gen Nordhessen. Bis auf Rückraumakteurin Leonie Dreizler (noch im Aufbautraining) sowie Kreisläuferin Lenya Treusch (Handgelenk) sind die Nürtingerinnen vollzählig. Das heißt: Die Neuzugänge Maxime Luber (VfL Waiblingen) und Carolin Jaron (HSG Blomberg-Lippe) sind mit an Bord. Beide seien bereits „bestens integriert“, wie SG-Trainer Manel Cirac betont. Vor rund acht Wochen begann bei der Spielgemeinschaft die Saison-Vorbereitung. Gemeinsame Einheiten mit Erstligisten waren unter anderem dabei, meist mit einem Testspiel zum Abschluss. Coach Cirac sieht seine Kernaufgabe darin, sein Team besser zu machen, weiterzuentwickeln. Dass nun manche Leute die „Neckarmädels“ nach der Vizemeisterschaft in den Titel-Favoritenkreis aufnehmen würden, störe ihn nicht. „Ich habe keinerlei Druck“, sagt der 38-Jährige, „aber wenn die Leute uns so sehen, ist das eben so. Für mich ist es jedenfalls ein Privileg, hier zu sein.“ Es gehe auch darum, das Jetzt zu genießen. „Der Verein macht alles, damit sich die Spielerinnen wohlfühlen und wir immer professioneller werden“, lobt der 38-Jährige zum Beginn seiner vierten Spielzeit am Neckar. „Wir haben eine ähnlich starke Mannschaft wie in der letzten Saison“, frohlockt der SG-Trainer. Doch eine Runde sei bekanntlich lang. Das Auftaktprogramm mit den Partien bei der SG Kirchhof, gegen Aufsteiger SV Todesfelde, in Freiburg und daheim gegen die HL Rosengarten-Buchholz empfindet er alles andere als angenehm: „Wir fangen alle bei null an, da kann immer alles passieren.“


