2. Bundesliga, Frauen:

Nuancen entscheiden die Partie

Knapp 45 Minuten waren am Sonntagnachmittag in der Leverkusener Ostermann-Arena gespielt, als Nina Fischer die Situation richtig deutete. Bei einem etwas laxen Zuspiel-Versuch des TSV Bayer 04 spekulierte die TG-Rechtsaußen gedankenschnell, schnappte sich den Ball, verhinderte womöglich einen folgenden Rückstand. Nicht nur das: Es war auch deshalb ein wertvoller Ballklau, weil die „Neckarmädels“ im Gegenzug durch Annika Distel zum 26:25 kamen. Ein Tor in einer heiklen Spielphase, als das Bayer-Team drauf und dran schien, die Partie ins eigene Fahrwasser zu lenken. „Die erwartet enge Partie“, sei es gewesen, resümierte Nürtingens Trainer Manel Cirac nach dem 34:33 (18:17)-Sieg. Dass die „Werkselfen“ lange Zeit Aussicht auf Zählerzuwachs hatten, hing auch mit der Performance von Merle-Sophie Muth zusammen. Die Juniorinnen-Nationalspielerin entschärfte 18 TG-Chancen, die Ex-Nürtingerin Britt van der Baan lieferte zudem eine 100 Prozent-Erfolgsquote bei ihren fünf Siebenmeter-Optionen ab. „Wir haben es öfters geschafft, einen Vorsprung zu erspielen, doch leider konnten wir diesen nie richtig ausbauen und Leverkusen hat sich immer wieder rangekämpft“, stellte TG-Kapitänin Lisa Wieder hernach fest. Mit dem Resultat konnte sie jedoch genauso gut leben („Die Erleichterung ist groß“) wie auch Manel Cirac („Die zwei Zähler nehmen wir gerne mit“). Lisa Fuchs und Annika Distel sorgten am Rhein mit jeweils acht Treffern am häufigsten für Zuwachs auf dem Nürtingens Torkonto, Ronja Bühler glänzte besonders vor der Pause durch sechs Treffern über die linke Seite, erzielte einen weiteren nach der Pause. Trotz des Erfolgs sind die „Neckarmädels“ auf Tabellenplatz drei abgerutscht. Der HC Rödertal hatte zuvor am Samstag per 36:23 über die SG Kirchhof die eigene Torbilanz kräftig aufpoliert, weist jetzt, punktgleich, eine um sechs Treffer bessere Wurfbilanz auf.

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TSV Bayer 04 Leverkusen